Wissenschaftliche Beweise

Wissenschaftliche Beweise

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen, dass eine genaue Regulierung der Hauttemperatur zum Aufwärmen oder Abkühlen Vorteile für die Gesundheit bietet, wie z. B. ein höheres thermisches Wohlbefinden, verbesserte physiologische Reaktionen und potenzielle Vorteile bei bestimmten Erkrankungen wie Migräne und Schlafqualität. Hier ist eine Zusammenfassung:

 

1. Erhöhter thermischer Komfort: Behaglichkeit und Wärmeempfinden sind eng mit physiologischen Reaktionen in einem Bereich von Umgebungstemperaturen verbunden. Die optimale thermische Neutralität, bei der es keine physiologische Temperaturregulierung gibt, liegt bei ruhenden, sitzenden, unbekleideten Personen im Bereich von 28°-30°C. Das Unbehagen nimmt mit der Abweichung von diesem Bereich zu und korreliert mit den Veränderungen der durchschnittlichen Haut- und Körpertemperatur. [

(Gagge, Stolwijk, & Hardy, 1967)].


https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/0013935167900023?via%3Dihub

 

2. Verbesserte physiologische Reaktionen: Die Regulierung der Hauttemperatur beeinflusst physiologische Mechanismen wie Schwitzen, periphere Vasomotion und thermoregulatorische Reaktionen auf Hitzestress. Der Blutfluss der Haut, der für die Aufrechterhaltung der normalen Körpertemperatur unerlässlich ist, kann während der Hyperthermie 6 bis 8 L/min erreichen, was die Fähigkeit des Körpers zur thermischen Anpassung zeigt.
[(Charkoudian, 2003)]

https://www.mayoclinicproceedings.org/article/S0025-6196(11)61930-7/fulltext

 



3. Migräne-Behandlung:

Das Training von Personen, die periphere Hauttemperatur entweder zu senken oder zu erhöhen, kann die Migräneaktivität beeinflussen, was die Verwendung von peripherem Temperaturfeedback (Erwärmung) als Behandlung von Migränekopfschmerzen unterstützt. [(Johnson & Turin, 1975)] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0005789475801158?via%3Dihub

 

4. Verbesserte Schlafqualität: Eine leichte Erhöhung der Hauttemperatur ohne Beeinflussung der Kerntemperatur kann die Schlaftiefe erheblich verbessern, die Wachheit verringern und den Anteil des nächtlichen Langsamschlafs erhöhen, insbesondere bei älteren Menschen. Dies deutet darauf hin, dass sehr milde Temperaturmanipulationen bei der Behandlung von Schlafstörungen wirksam sein könnten. [(Raymann, Swaab, & van Someren, 2008)]
https://academic.oup.com/brain/article/131/2/500/407617

 



5. Sportliche Leistung und Erholung:

Die Vorkühlung der Haut kann die Leistung beim Radfahren unter feuchtwarmen Bedingungen verbessern, indem sie die thermische Belastung verringert und die Wärmespeicherung erhöht, was die Vorteile der Temperaturregulierung bei der Verbesserung der sportlichen Leistung verdeutlicht. (Kay, Taaffe, & Marino, 1999)] https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/026404199365326

 

6. Verbesserte Schlafqualität und Schlaflosigkeitsmanagement: Eine in den Niederlanden durchgeführte Studie ergab, dass eine subtile Manipulation der Hauttemperatur, insbesondere eine Erhöhung um 0,4 °C, die Schlafqualität deutlich verbessert, indem die nächtliche Wachsamkeit unterdrückt und der Schlaf in tiefere Phasen verlagert wird. Dieser Effekt war bei älteren Menschen besonders ausgeprägt, was auf eine mögliche nicht-pharmakologische Intervention bei Schlafstörungen hindeutet. (Raymann, Swaab, & van Someren, 2008).

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine genaue Regulierung der Hauttemperatur zum Aufwärmen oder Abkühlen einen erheblichen Einfluss auf das thermische Wohlbefinden, die physiologischen Reaktionen und bestimmte Gesundheitszustände haben kann. Dieser Ansatz bietet ein nicht-invasives Mittel zur Verbesserung des Wohlbefindens und der Leistungsfähigkeit in verschiedenen Bereichen.